Sonntag, 6. April 2014

Serengeti-Park: Safari zu Fuß (und die Masai Mara Lodges)

Bereits im letzten Jahr angekündigt und teilweise in Betrieb genommen, ist die neue "Safari zu Fuß" im Serengeti-Park. Was sich unter diesem Begriff verbirgt, der bei mir zunächst große Fragezeichen hinterließ, war für uns dieses Jahr erstmals zugänglich. Die offizielle Eröffnung war aber schon Ende September 2013.

Schräg gegenüber von Mally-Bu weist ein Tor auf diesen neuen Parkteil hin. Bei genauerem Hinschauen, entdeckt man ihn auf dem Parkplan direkt neben der Zufahrt.

Für uns "normale" Besucher, die nicht in einer der Lodges übernachten, geht es vorbei am Toilettenhäuschen einen schmalen Weg entlang. Rechts ist die Rezeption für die Gäste in einem Blockhaus.

Derzeit fällt als Erstes der mannshohe Maschendrahtzaun auf, die die Lodges vom Rest des Parks trennt. Hier kommt hoffentlich noch eine andere Lösung oder mehr Begrünung. Auf dem Gelände dahinter warten die stilechten Safari-Lodges schon auf die ersten Gäste. Die Bepflanzung fehlt jedoch und es wurde auch noch fleißig gewerkelt. Ich vertraue jedoch auf unsere bisherigen Erfahrungen hier, dass das Grün schnell nachziehen wird.

Für uns geht es leicht bergauf (auch für Rollstuhlfahrer geeignet). Die Lodges sind vom "Tierbereich" durch einen breiten Wassergraben abgetrennt. Die erste Anlage war noch leer. Auf dieser Insel werden in Zukunft Angola-Stummelaffen, aka Colobus aka Guerezas, herumtoben. Ein Riesenfortschritt zu der alten Anlage! Die Äffchen brauchen zwar Schatten, weil sie Regenwaldbewohner sind, aber sie wollen schließlich auch von einem Ast zum anderen schwingen. Und dazu ist hier richtig viel Platz! Bitte noch etwas Grün dazu, dann wäre es perfekt. Kann aber auch daran liegen, dass wir am 31. März da waren und die Natur einfach noch nicht soweit ist.



Damit haben wir auch schon den Scheitelpunkt des Walls erreicht und können uns einen ersten Überblick verschaffen. Hinter dem Wall ist übrigens der erste Teil der Tierwelt mit der Insel für die Varis.

Kleiner Kudu
Für uns unsichtbar, schließt sich an die Masai Lodges auch ein Campingplatz für Wohnmobile an. Damit will die Familie Sepe die Zukunft des Serengeti-Parks als Ferienressort sichern. Sieht nach einer richtig guten Idee aus.

Den Übernachtungsgästen begegnen die Bewohner der "Savanne" fast auf Augenhöhe. Und abends bzw. nachts kann ich mir das überwältigend vorstellen.

Der Weg führt direkt zu einer großzügigen Aussichtsplattform mit Infotafeln und freiem Blick auf den Futterplatz für die Giraffen. So kurz nach Saisonstart - und zudem an einem Wochentag -, waren wir ziemlich allein hier. Ob es in Zukunft mehr Gedränge geben kann, wird sich zeigen. So hat man jedenfalls sehr gute Sicht, sogar auf die Stallungen, die ja besonders im Winter wichtig sind, wenn sich die Tiere nur selten draußen aufhalten können (Ausnahmen natürlich Winter, wie der vergangene).



Neben den genannten Giraffen (Kapgiraffen?), tummeln sich hier Kleine Kudus, Mrs. Grays Wasserböcke, Blessböcke, Bongos, Blauhals-Strauße und Dahomey-Rinder. Nicht zu sehen bekamen wir allerdings die angekündigten Thompson-Gazellen. Die Infotafel war jedenfalls schon da.



Das war es dann vorerst. Ich bin gespannt, wie sich das Alles noch entwickelt. Die Idee, hier mehr als nur einen Tag zu verbringen, wird jedenfalls immer verlockender. Keine Impfung, kein Visum nötig und der Flug nach Afrika hätte sich damit auch erledigt. Hitze ist eh nicht so ganz meins. Und selbst mein Anderer merkte an, dass langsam soviel zu sehen ist, dass es mit der zweiten Durchfahrt durch die Tierwelt knapp wird. Was meint ihr?

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